Kick-Off am 02.11.2011:
Die erste Veranstaltung des Projektseminars war für alle Beteiligten ein voller Erfolg.
Die Vorbereitungen für diesen Event begannen schon viele Wochen zuvor. Die Räumlichkeiten mussten organisiert und mit Technik ausgestatten werden, Flyer mussten gestaltet, gedruckt und verteilt werden. Dies verlangte von allen viel Aufwand und Ausdauer, was sich dann auch im Ergebnis widerspiegelt.
Die Kickoff-Veranstaltung wurde von dem Filialleiter der Hypovereinsbank mit einigen Begrüßungsworten eröffnet. Dieser betonte, dass er von diesem außergewöhnlichen Projekt sehr beeindruckt sei und dass man auf die Schüler, die sich diesem Vorhaben annehmen, stolz sein solle.
Anschließend begann Stefan Knüppel, Leiter der Partnerorganisation Opportunity International Deutschland, das Publikum in das Thema einzuführen. Er erklärte die Aufgaben und das Ziel der Schüler bei diesem Projekt. Es gehe darum eine Schule in Ghana zu planen, dafür Spenden zu sammeln und schließlich selbst in dieses Land zu reisen, um tatkräftig vor Ort zu helfen. Daraufhin hatte jeder Schüler die Möglichkeit, sich und sein Arbeitsfeld vorzustellen. Drei Schüler beantworteten noch einige persönliche Fragen, die ihre Motivation und ihre Erwartungen bezüglich der Teilnahme des Seminars betrafen. Bei allen stand der soziale Aspekt, den Kindern eine Chance auf Bildung zu ermöglichen, an erster Stelle.
Als nächstes wurde den Anwesenden ein Film gezeigt, der über bereits bestehende Projekte berichtete. Dieser verdeutlichte die Vorgehensweise bei dem Bau von Microschools: Es entsteht nicht auf einen Schlag ein hochmodernes Schulgebäude. Stattdessen bauen die Afrikaner Schritt für Schritt mit kleinen Krediten ihre Schule auf. Außerdem wurde der Schulalltag der Kinder, die eine Microschool besuchen, genauer gezeigt. Dadurch hatten alle eine bessere Vorstellung von dem, was in dem Projekt entstehen soll.
Im Anschluss daran erklärte Tony Fosu, der ghanaische Partner von OID, ausführlich das Prinzip der Mirofinanz: Kleinkredite werden an mittellose Privatleute, meist Frauen, vergeben, die sich z. B. für den Bau einer Schule engagieren. Die Kreditnehmer schließen sich in Gruppen, sogenannten Trust Banks, zusammen, um füreinander zu bürgen, damit diese Kredite immer zurückgezahlt werden. Anschließend beantwortete Tony Fosu noch mit viel Geduld die Fragen aus dem Publikum. Da er nur Englisch sprach, hat der Seminarleiter während des ganzen Vortrags gedolmetscht.
Da das Wichtigste meist immer am Schluss kommt, wurden auch die verschiedenen Spendenmöglichkeiten erst am Ende genauer erläutert. Zwei Schülerinnen brachten dieses Thema gewandt und mit humorvoll dem Publikum nahe. Sie motivierten die Anwesenden, ihren Geldbeutel durch Barspenden zu erleichtern. Zudem erläuterten sie Möglichkeiten das Projekt einmalig per Überweisungen oder über einen längeren Zeitraum durch eine monatliche Spende zu unterstützen. Dann erklärten die Schülerinnen noch das Prinzip eines Matching Grants, bei dem sich Spender verpflichten, die Projekteinnahmen beim Weihnachtsbasar der Schule zu erhöhen.
Im Anschluss an den Vortrag hatten die Anwesenden die Möglichkeit, bei einem kleinen Umtrunk den Projektteilnehmern noch weiter Fragen über das Vorhaben zu stellen. Zusätzlich konnte noch eine kleine Ausstellung im Foyer der Bank besichtigt werden, die über das aktuelle Projekt und Geschichten einiger Kreditnehmer informierte.
Alle Teilnehmer, die bei den Vorbereitungen mithalfen, waren dann natürlich über die vielen positiven Feedbacks und die zugesicherte Unterstützung erfreut. Viele Besucher waren überrascht von der Professionalität, mit der die Veranstaltung ablief.
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